Seniorenbetreuung


§ 37 SGB XI - Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen

§ 37 SGB XI - Wir bieten im Rahmen - für selbst beschaffte
Pflegehilfen - unsere Dienstleistung an


§ 39 SGB XI - Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson

§ 45a SGB XI - Berechtigter Personenkreis

§ 45b SGB XI - Angebote für Menschen mit Demenz in Potsdam
II. Niedrigschwellige Betreuungsangebote


§ 45b SGB XI - Unterstützung für Angehörige von Demenz erkrankte Menschen



§ 37 SGB XI - Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen


1.
Pflegebedürftige können anstelle eines ambulanten Dienstes ein Pflegegeld für
sich beantragen, um sich selbst eine private Helferin zu suchen. Der Anspruch setzt
voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld und seiner Rente dessen
Umfang entsprechend die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Ver-
sorgung durch eine private Helferin in geeigneter Weise selbst sicherstellt.

1. für Pflegebedürftige der Pflegestufe I        =  225,- €  
2. für Pflegebedürftige der Pflegestufe II      =  430,- €
3. für Pflegebedürftige der Pflegestufe III     =  685,- €

2.
Besteht der Anspruch nach Absatz 1 nicht für den vollen Kalendermonat, ist der
- Geldbetrag - entsprechend zu kürzen; dabei ist der Kalendermonat mit 30 Tagen
anzusetzen.Das Pflegegeld wird bis zum Ende des Kalendermonats geleistet, in
dem der Pflegebedürftige gestorben ist.

3.
Pflegebedürftige, die Pflegegeld als Geldleistungen beziehen, haben:

A. bei Pflegestufe I und II einmal  halbjährlich
B. bei Pflegestufe III  einmal vierteljährlich

eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch eine zugelassenen Pflege-
einrichtung vor nehmen zu lassen.

Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der
regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung
der häuslichen Pflegenden.

Die Vergütung für die Beratung ist von der zuständigen Pflegekasse  an den
zugelassenen Pflegedienst zu entrichten.

4.
Die Pflegedienste sowie die beauftragten Pflegefachkräfte haben die Durch-
führung der Beratungseinsätze gegenüber der Pflegekasse zu bestätigen
sowie die bei dem Beratungsbesuch gewonnenen Erkenntnisse über die
Möglichkeiten der Verbesserung der häuslichen Pflegesituation dem Pflege-
bedürftigen und mit dessen Einwilligung der Pflegekasse mitzuteilen. Die
Spitzenverbände der Pflegekassen stellen ihnen für diese Mitteilung ein
einheitliches Formular zur Verfügung.

Der beauftragte Pflegedienst hat dafür Sorge zu tragen, dass für einen Beratungs-
besuch im häuslichen Bereich Pflegekräfte eingesetzt werden, die spezifisches
Wissen zu dem Krankheits- und Behinderungsbild sowie des sich daraus
ergebenden Hilfebedarfs des Pflegebedürftigen mitbringen und über besondere
Beratungskompetenz verfügen.

Zudem soll bei der Planung für die Beratungsbesuche weitestgehend sicher-
gestellt werden, dass der Beratungsbesuch bei einem Pflegebedürftigen
möglichst auf Dauer von derselben Pflegekraft durchgeführt wird.

5.
Die Spitzenverbände der Pflegekassen und der Verband der privaten Kranken-
versicherung e. V. beschließen gemeinsam mit den Vereinigungen der Träger
der ambulanten Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene unter Beteiligung des
Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen Empfehlungen
zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche nach Absatz 3.

6.
Rufen Pflegebedürftige die Beratung nach Absatz 3 nicht ab, hat die Pflegekasse
das Pflegegeld angemessen zu kürzen und im Wiederholungsfall zu entziehen.


§ 37 SGB XI - Wir bieten im Rahmen - für selbst beschaffte Pflegehilfen
- unsere Dienstleistung an


Wir bieten Ihnen Hilfe im Rahmen der privaten Pflege und Betreuung.

Die Betreuung und Versorgung bei Pflegestufe:

I.   umfasst täglich 1 Stunde
II.  umfasst täglich 2 Stunden
III. umfasst täglich 3 Stunden

Pro Stunde berechnen wir Ihnen 13 Euro.

Unser Leistung

Grundpflege - Hilfe bei der Körperpflege, beim Ankleiden und Auskleiden,
beim Essen reichen.

Hauswirtschaft - Hilfe bei der Haushaltsführung, Einkaufen, Malzeiten zube-
reiten, Reinigung der Wohnung.

Der Einsatz unserer Mitarbeiter orientiert sich an Ihren persönlichen Bedürfnissen!


§ 39 SGB XI - Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson


Pflegende Angehörige von pflegebedürftigen Menschen sind sehr hohen Belast-
ungen ausgesetzt. Sie leisten häufig eine Betreuung und Versorgung rund um die
Uhr. Daneben wartet der Haushalt, Arzt- und Behördengänge müssen erledigt
werden. Zeit für eigene Interessen z.B. Friseur, Theater, Urlaub, ect. bleibt da kaum.
Diese andauernde Belastung besteht in der Regel über viele Jahre hinweg. Viele
pflegende Angehörige laufen so Gefahr, mit oder vor der Beendigung der häuslichen
Pflege selbst krank oder ausgebrannt zu sein.

Sie brauchen dringend spezifische Entlastung und Unterstützung

* Erholungsurlaub
* Freizeitaktivitäten
* soziale Kontakte zu Menschen außerhalb der eigenen Familie
* bei eigener Erkrankung
* Krankenhausaufenthalt
* Kur

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen
an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen
Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr;§ 34 Abs. 2 Satz 1gilt nicht.
Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson denPflegebedürftigen vor der erstmaligen
Verhinderung mindestens zwölf Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat.
Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall 1.510,- € im Kalenderjahr nicht
überschreiten.

Bei einer Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum
zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemein-
schaft leben, wird vermutet, dass die Ersatzpflege nicht erwerbsmäßig ausgeübt wird;
in diesen Fällen dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse den Betrag des Pflege-
geldes der festgestellten Pflegestufe nach § 37 Abs. 1 nicht überschreiten.

Zusätzlich können von der Pflegekasse auf Nachweis notwendige Aufwendungen, die
der Pflegeperson im Zusammenhang mit der Ersatzpflege entstanden sind, über-
nommen werden. Die Aufwendungen der Pflegekasse nach den Sätzen 4 und 5 dürfen
zusammen den in Satz 3 genannten Betrag nicht übersteigen.



§ 45a SGB XI - Berechtigter Personenkreis


1.
Die Leistungen in diesem Abschnitt betreffen Pflegebedürftige in häuslicher Pflege,
bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirt-
schaftlichen Versorgung (§§ 14 und 15) ein erheblicher Bedarf an allgemeiner
Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist. Dies sind pflegebedürftige Menschen
mit und ohne Pflegestufe. Demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen
Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, bei denen der Medizinische
Dienst der Krankenversicherung im Rahmen der Begutachtung nach § 18 als
Folge der Krankheit od. Behinderung Auswirkungen auf die Aktivitäten des täglichen
Lebens festgestellt hat, die dauerhaft zu einer erheblichen Einschränkung der
Alltagskompetenz geführt haben.

2.
Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer erheb-
lich ist, sind folgende Schädigungen und Fähikeitsstörungen maßgebend:

- unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz)
- Verkennen od. Verursachen gefährdender Situationen;
- unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell -
.. gefährdenden Substanzen;
- tätlich od. verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation;
- im situativen Kontext inadäquates Verhalten;
- Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder
.. schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression
.. oder Angststörung;
- Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse
.. wahrzunehmen;
- Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses,
.. herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von
..sozialen Alltagsleistungen geführt haben;
- Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus;
- Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren;
- Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen;
- ausgeprägtes labiles oder unkontrolliertes emotionales Verhalten
- Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder
..Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression

Die Alltagskompetenz ist erheblich eingeschränkt, wenn der Gutachter des
Medizinischen Dienstes bei dem Pflegebedürftigen wenigstens in zwei Bereichen,
davon mindestens einmal aus einem der Bereiche 1 bis 9, dauerhafte und regel-
mäßige Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen feststellt.

Die Pflegeversicherung erstattet auf Antrag der Pflegebedürftigen und nach Fest-
stellung der Anspruchsberechtigung durch den Medizinischer Dienst der Kranken-
kasse (MDK) zwischen 100,- € und 200,- € je Monat an zusätzlichen Betreuungs-
leistungen.


§ 45b SGB XI - Angebote für Menschen mit Demenz in Potsdam
II. Niedrigschwellige Betreuungsangebote


Angebot: Betreuung für Demenzkranke

Ziel der Betreuung: ist die soziale Betreuung zur Entlastung pfl. Angehöriger
und Unterstützung in Ihrem Alltag.

Pro Stunde berechnen wir Ihnen 10 Euro.

Erstattungsmöglichkeiten: über Antrag auf besondere Leistung
 im Rahmen des Pflegeleistungs - Ergänzungsgesetz § 45b SGB XI

Abschlusskriterien: Leistung ohne Pflege und Hauswirtschaft


§ 45b SGB XI - Unterstützung für Angehörige von Demenz erkrankte Menschen


Pflegende Angehörige von Demenz erkrankten Menschen sind sehr oft sehr hohen
Belastungen ausgesetzt. Diese Dauerbelastung  besteht in der Regel über viele
Jahre. Eigene Zeit bleibt da kaum!

Sie brauchen dringend spezifische Entlastung und Unterstützung, die Ihnen
ermöglicht, Pflege im häuslichen Umfeld über lange Zeit leisten zu können.

Nach wie vor fehlen dringend Angebote, die insbesondere eine stundenweise
Entlastung schaffen. Wir schaffen stundenweise Entlastung !

Abhängig vom Krankheitsstadium und von den vorlieben Ihres Angehörigen
werden wir die Zeit gestalten, mit ...


* Spazieren gehen ( wenn möglich) oder im Garten sitzen ( nach Wetterlage)
* Unterhalten, Kaffee trinken
* Musik hören oder gemeinsam Rätseln
* Bilderalben ansehen, Spiele ( Memorie, etc. ) spielen
* Millieutherapie…. Wo ist die Küche, in welchen Raum befinden wir uns jetzt?
* Realitäts- Orientierungs- Training z. B. Welches Jahr haben wir?